Teezeremonie
„Wer Tee trinkt, vergisst den Lärm der Welt“
Das alte chinesische Sprichwort unterstreicht, was nirgendwo sonst auf der Welt so zutrifft wie in China. Tee ist dort weit mehr als ein Getränk. Seit mehr als 2000 Jahren wird der Tee im Land der Mitte kunstvoll kultiviert. Teesträucher wuchsen in China schon lange vor unserer Zeitrechnung. Von der medizinischen Nutzung bis zum Getränk, vom Kaiserpalast bis zum Tisch der normalen Familie hat sich das Teetrinken mit der Zeit zur eigenen Kultur entwickelt. Jede Region hat ihre bevorzugte Sorte. In China werden immer nur Teeblätter direkt in der Tasse oder Kanne mit mehreren Aufgüssen (gekochtes Wasser) getrunken, und so wird der Tee auch in unserem Teehaus serviert. Genießen Sie in aller Ruhe Ihren eigenen Lieblingstee – aus über 30 Sorten!
Teekultur erleben – buchen Sie eine original chinesische Teezeremonie! (kann leider nicht im Winter angeboten werden)
Einführung in die chinesische Teekunst: Es wird gezeigt, wie Grüner Tee zubereitet und stilgerecht getrunken wird. Mit Original-Geschirr und Gebäck für Gruppen ab 7 Personen, Dauer ca. 30 Minuten, 8,00 Euro pro Person.
Vorführung der chinesischen traditionellen Teekunst: für 4 bis 6 Personen, Dauer ca. 60 Minuten, 12,00 Euro pro Person.
Ort: Teehaus Obergeschoss
Kontakt: Frau Shuli Meng unter Telefon (0621) 4 10 72 35
Die Aufgüsse
In ihrer vollendeten Form besteht die Teezeremonie aus vielen Schritten: Der erste Aufguss durch den Teemeister dient dazu, die Blätter, die lose in die Tasse gegeben werden, zu öffnen. Dieser „Aufguss des guten Geruchs“ wird nicht getrunken. Der zweite Aufguss wird dann „schichtweise“ auf die Tassen der Gäste verteilt, so dass jeder Tee die gleiche Konzentration besitzt. Je nach Qualität des Tees kann dieser „Aufguss des guten Geschmacks“ ein Dutzend Mal wiederholt werden.
Die Teekanne – Seele der Teekultur
Nicht nur die Zubereitung, sondern auch die Teeutensilien bestimmen den Geschmack. Unter Teeschaufel, Trichter, Pinzette, Schälchen und Teenadel ist die Teekanne das wichtigste Utensil. Für jede Sorte wird ein separates Kännchen verwendet, mit dem der Teemeister subtilste Geschmacksnuancen zaubert. Je nach Material-Beschaffenheit beeinflussen große oder kleine Poren das Aroma. Der Tee setzt sich in den Poren fest, und so entfaltet jeder neue Aufguss sein ganz eigenes, einmaliges Aroma. Das erklärt, warum die Teekanne das „beste Stück“ des chinesischen Teemeisters ist. Er hütet sie wie seinen Augapfel, sie ist die Seele seiner Kunst, und als solche unbezahlbar.
Geschichten der alten Meister
Neben dem einzigartigen Geschmack, dem aromatischen Duft und dem kunstvollen Geschirr in vielfältigen Formen und Farbschattierungen bestimmt auch der Raum die gelungene Teezeremonie: Original-chinesische Möbel und Teetische aus Bambus oder Rosenholz sorgen für harmonische Atmosphäre. Hier werden sie erzählt, die Geschichten vom ältesten Teebaum der Welt oder jene von alten Meistern, die mit ihren Tees einst Wunder bewirkten. Die Geschichten aus den riesigen Weiten der Heimat des Oolong Tees, seiner Anbaugebiete, und der dort lebenden Menschen. Viel zu erfahren gibt es auch über die phantasievollen Namen der traditionellen Teesorten. Was verbirgt sich hinter der „Eisernen Göttin der Barmherzigkeit“, einem der „zehn großen Tees Chinas“? Oder: Welcher Umstand verlieh der „Weißen Päonie“, dem „Drachenbrunnen-Tee“ oder der „Hochgezogenen Augenbraue“ ihre Namen? Bei der erfrischenden Sorte „Jadespirale des Frühlings“ aus Shanghai ist es jedenfalls der unbeschreibliche Frühlingsduft!


