Veranstaltungen

China Sommerprogramm

 

Vorschau 2012

 

Aufführungen, Ausstellungen & Konzerte

 
Chinesische Augenweiden
30. März – 15. April 
Kunst in Öl und Tusche
Die in Ludwigshafen lebende Künstlerin Si Qin Chen lernte schon als Kind Kalligrafie. Ihr Talent hierfür wurde dabei früh erkannt: schon mit neun Jahren wurden erstmals Werke von ihr ausgestellt. Gezeigt werden nun einige ihrer eindrucksvollsten Kalligrafien. Zudem werden Malereien aus den Provinzen Hubei, Hunan und Beijing, Shanghai und Ölgemälde aus den Provinzen Sichuan, Hubei, und Shanghai , Hangzhou vorgestellt.
 

 

Chinesische Drachen
Facetten eines Glücksbringers
25. April – 4. Juni
Chinesische Drachen verkörpern symbolisch langes Leben, Glück und Zufriedenheit und ihre Heimat China. Die Allgegenwärtigkeit dieses Glücksbringers dokumentiert diese Ausstellung in einer Vielzahl verschiedenster Exponate aus einer Privatsammlung. Auf kurzweilige Weise möchte sie in die Welt des Chinesischen Drachens entführen und die mannigfache Verwendung dieses Fabelwesens in Vergangenheit und Gegenwart beispielhaft aufzeigen. Vom Wandbehang über Bekleidung, Porzellan und Räuchergefäße, Drachen aus Bronze und Stein, Tuschemalerei und Fächer mit Drachenmotiven bis hin zu geschnitzten Figurengruppen und Motiv-Galerien, wasserspeiendem Drachen, Perlmuttarbeiten, Münzen, Briefmarken und Medaillen sowie Drachen auf chinesischen Gewichten reicht die faszinierende Präsentation.
 
 
Westliche klassische Musik in China
Ein musikalischer Vortrag zwischen Tradition und Moderne der Geige
13. Juni, 19 Uhr
In China steht man auf westliche Klassik – das verdeutlichen schon die vielen chinesischen Ausnahmemusiker. Diese Passion nährt sich aber auch aus einem außergewöhnlichen Identität: Die chinesische Musikkultur verfügt einerseits im Bereich der westlichen Kunstmusik über eine außerordentliche Dynamik. Ein Kräftefeld, das seit dem 17. Jahrhundert für das Schicksal der westlichen klassischen Musik in China bestimmend war. 
Im China des 20. Jahrhunderts erschlossen chinesische Komponisten und Musiker Formen des künstlerischen Ausdrucks, durch die Tradition und Moderne, China und der Westen miteinander in eine fruchtbare Beziehung gebracht wurden. 
Der Sinologe Dr. Heinrich Geiger ist Referatsleiter Asien und stellvertretender Generalsekretär beim Katholischen Akademischen Ausländer-Dienst (KAAD) und dort  für die entwicklungspolitische Bildungszusammenarbeit  zuständig. Seit 2004 ist er zudem Gastprofessor an der Pädagogischen Hochschule Shanghai. geht mit seinem Vortrag diesen beachtlichen Spielarten nach -  Xiuwei Zhou-Geiger macht diese auf der Geige akustisch erlebbar. 
Teilnahmegebühr: 8.- Euro zzgl. Parkeintritt inkl. einer Tasse chinesischen Tees
 
 
ShangYin Duo
Die Avantgarde in der Tradition
3. August, 19 Uhr
Jazz hat auch eine chinesische Lebensform: „ShangYin“ bedeutet, sich über das Materielle hinaus emporzuschwingen, gleich um welches musikalische Ausgangsmaterial es sich dabei handelt. 
Die chinesische Guzheng- und Sanxian-Virtuosin Xu Fengxia und der deutsche Schlagzeuger und Komponist  Martin Blume gehören schon lange zur der zeitgenössischen Avantgarde von Jazz, improvisierter und Neuer Musik. In ihrem Projekt „Generationen Chinesischer Musik“ belegt  Xu Fengxia  zumeist mit traditioneller Musik, wie eine Generation eine ganz alte Überlieferung an die nächste weitergegeben hat. Gleichzeitig zeigt sie, wie sich die Traditionen im Zeitalter der Globalisierung verändert haben da viele neue Einflüsse die Musik in neue Richtungen fließen lassen. So präsentiert sie mit Martin Blume alte chinesische Songs, die in diesem Kontext eine ganz neue Lebendigkeit bekommen.
Teilnahmegebühr: 12.- Euro zzgl. Parkeintritt inkl. einer Tasse chinesischen Tees
 
 
Chinesisch Wohnen
Kunstzierde aus Naturstein zur Haus- und Gartengestaltung
3. August - 9. September 
Fast lebensgroße Buddhastatuen, aus Granit gehauene und verzierte Brunnen, traditionelle Steinlampen und andere Kunstwerke wie Tierfiguren aus Naturstein geben dem Betrachter entsprechende Anregungen für die eigene individuelle Gestaltung, Ausschmückung sowie Dekoration in Wohnung, Haus und Garten. Gerade die Auswahl der chinesischen Exponate in unterschiedlicher Größe ermöglicht ein besonderes Ambiente im eigenen Reich der Mitte.
 
 
FOOD & FLAIR
Marcus Hernig liest  "Eine  Himmelsreise. China in sechs Gängen",
serviert mit landestypischen Speisen
10. August, 19 Uhr
Welch ein Stellenwert das Essen und die damit verbundene Gastfreundschaft hat, zeigt auch die Begrüßung: Anstatt "Guten Tag" sagt man "Haben Sie schon gegessen?". Man könnte meinen, der Bauch sei das chinesische Bewusstsein. Während langer Aufenthalte in den chinesischen Provinzen, in Begegnungen mit Gourmets, Köchen und Künstlern, Garküchenbesitzern und passionierten Essern, erschloss sich dem in und mit Shanghai verheirateten Sinologen Marcus Hernig das Menü und die Psyche Chinas – ein neues Chinabild.
Der »mit dem Bauche Reisende« lernt, dass Kultur »hervorgegessen werden kann«, Politik aus dem Kochtopf stammt, Kreativität aus Schärfe geboren wird, Bildung auf den Esstisch kommt, Perfektion im Suppentopf zusammengekocht wird und am Ende das Kleine sich als das wirklich Schmackhafte entpuppt. Mit dreißig (erprobten) Rezepten, passend zu jedem Gang durch das »Reich mit dem Loch in der Mitte« – auch Magen genannt –, kann der Leser diese aromatisch anschauliche Reise nachkochen. Wirkliches Verstehen geht eben durch den Magen.
und als Gastprofessor für Moderne China-Studien an der Zhejiang-Universität Hangzhou.
Marcus Hernig ist bereits als 24-Jähriger nach China aufgebrochen und lebt seit 1998 in Shanghai: als Lektor des DAAD, als Beauftragter des deutschen Generalkonsulats für Bildungszusammenarbeit.
Moderiert wird der Abend von dem Journalisten und Vorsitzenden der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft Neuss, Ludger Baten .
Veranstaltung mit Buffet: 30 Euro inkl. Parkeintritt. Eine Anmeldung ist bis spätestens 6. August erforderlich. Tel.: (0621) 410050
Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Förderprogramms Grenzgänger der Robert Bosch Stiftung unterstützt.    
 
Brokat
Der Stoff aus dem der Luxus ist 
15. August - 26. August
Wer sich in Reichtum hüllen wollte und konnte, griff zum Brokat. Der Edelstoff aus China ist mit filigranen Mustern gewoben und vereint alles was es braucht um wertvoll zu sein: Seide als seltenen Rohstoff, schier endlose Geduld des Handwerks, außergewöhnliche Kunstfertigkeit und oftmals feinstes Gold und Silber.  Als erlesene Kostbarkeit diente Brokat in China von jeher als Kleiderstoff und Wandschmuck der Oberschicht und ist mit der Vorstellung von Eleganz, Feinheit und Genuss verbunden. Während der Han-Dynastie im ersten und zweiten Jahrhundert gelangte die Kostbarkeit über die Seidenstraße nach Rom und somit Europa und zierte hier Adel und Klerus.
In der Orangerie der Festhalle Baumhain. Mit Unterstützung der Stadt Nanjing.
 
 
Xiao Hong Hua – Nanjing’s "Rote Blümchen"
Das Kinderensemble aus dem chinesischen Nanjing präsentiert sich im Rahmen des Seebühnenzaubers 2012
26. August, 17 Uhr
Nach dem letztjährigen Erfolg der „Kleinen weißen Segel“ aus Qingdao konnten nun sogar die „Roten Blümchen“ aus dem befreundeten Nanjing gewonnen werden. Die hochkarätige Performance-Truppe Xiao Hong Hua, die Roten Blümchen, präsentiert sowohl überlieferte traditionelle Darbietungen als auch eine Show aus modernsten Formationen. Das Ensemble gründete sich schon im Jahre 1950 als erste Kinder-Gruppe Chinas – gleichzeitig ist es auch eine Schule, in welcher speziell Kunst gefördert wird. Im Rahmen der Öffnung Chinas, spielt das Xiao Hong Hua-Ensemble mit Auftritten in den USA, Frankreich, Singapur und Japan eine besondere Rolle im internationalen kulturellen Austausch der Volksrepublik. 
Seebühne Luisenpark. Mit Unterstützung der Stadt Nanjing. Eintritt 10 Euro für groß & klein
 
 
Tai Chi  
Sportliche Entspannung im Luisenpark
Ferienkurs 1. September - 9. September (siehe Info) und ganzjährig mittwochs 10-11 Uhr
Tai Chi ist eine sanfte innere Kampfkunst, die den Körper ganzheitlich in seiner vollen Komplexität und allen Körperfunktionen anspricht. Tai Chi fördert Entspannung, innere Ruhe und heitere Gelassenheit und entwickelt dabei vollständigen Zugriff auf den Körper in Koordination und Feinmotorik. „Wer regelmäßig Tai Chi übt, erwirbt sich die Geschmeidigkeit eines Babys, die Robustheit eines Holzfällers und die Weisheit eines Alten“, so ein chinesisches Sprichwort.
Innerhalb von neun Tagen lässt sich bei intensiver Übung bereits eine Kurzform und auch ein Teil der Langform einstudieren. Garniert werden die Kurse mit Entspannungs- und Atemübungen aus dem Qigong und Übungen mit der Natur.
Robert Stooß ist hauptberuflicher Tao-Lehrer und leitet das Tao-Zentrum in Mannheim. Er bietet Ausbildungen in Qigong, Tai Chi, Daoyin und Meditation und das mit über 25 Jahren internationaler Unterrichtserfahrung.
Kursgebühren: 150 € pro Kurs; bei Mehrfachbuchung gibt es 50 % Ermäßigung auf jeden weiteren Kurs,  Infos unter www.tao-zentrum.de
 
 

Vorträge

 
Shōgi – Japans nationaler Denksport
Faszinierende Einblicke ins japanische Schach von einem offiziellen Lehrmeister
25. April, 19 Uhr
Schach im Land der aufgehenden Sonne: Das traditionelle Shōgi hat große Ähnlichkeit zum westlichen Schach - schließlich hat beides einen gemeinsamen Ursprung in Indien. Im Vergleich zum Schach ist Shōgi jedoch noch komplexer und: kämpferischer. 
Prof. Dr. Frank Rövekamp ist zeitlebens ein begeisteter Schachspieler. Er hat lange Zeit in Japan gelebt und dort seine Passion zu Shōgi entdeckt. Mittlerweile ist er ein echter Shōgi-Experte und offizieller Lehrmeister der japanischen Shōgiorganisation.  Nach kurzer Erläuterung der Regeln und Eigenheiten von Shōgi sollen im Vortrag insbesondere die reiche Tradition und der Spielbetrieb mit ihren besonderen Ritualen beleuchtet werden. Dadurch offenbart sich ein faszinierendes Stück japanischer Kultur, das im Westen noch weitgehend unbekannt geblieben ist.
 
 
Die chinesische Küche
Eine Reise durch ein einzigartiges Kochuniversums
30. Mai, 19 Uhr
Die chinesische Küche ist berühmt. Von vielen geliebt, von manchen verspottet aber auf jeden Fall ist sie eine der vielseitigsten.  Das hat mehrere Gründe: China ist riesig und artenreich.  Das Land des Lächelns erstreckt sich über fast alle Klimazonen und liefert den chinesischen Köchen einen unerschöpflichen Reichtum an Zutaten. Große Nationen gibt es aber auch anderswo. Es muss also ein weiteres wichtiges Moment dazukommen - nämlich eine große kulinarische Neugier und Phantasie, die alles, was wächst, schwimmt, kriecht, fliegt oder läuft auf Essbarkeit  und Kombinierbarkeit untersucht. Eine Vielzahl unterschiedlicher raffinierter Kochtechniken potenzieren zudem diese Vielfalt.  Auch die chinesischen Medizin spielt dabei eine große Rolle: Denn die Kochkunst gilt als Ziehmutter der Arzneimittelzubereitung in China. Der Frankfurter Sinologe Thomas Flögel lebte in den 1980ern lange als Lehrer und Lektor in Ostasien und schaute dort oft den Köchen über die Schulter. Der Dim Sum Experte ist ein unterhaltsamer Reiseleiter durch das chinesische Kochuniversum.
Auf Initiative des Freundeskreises „Chinesischer Garten mit Teehaus e.V.“
 
 
 
Gartenland China
Ein Ausflug durch die Philosophie chinesischer Gartenkultur
4. Juli, 19 Uhr
Chinesische Gärten haben eine mehr als 3000-jährige Tradition – ihre Geheimnisse muss man jedoch kennen:  Sie sind mehr als ein Haufen skurriler Steine, mehr als nur bunte Pavillons in lockerer Abfolge. Sabine Hesemann zeigt, welche philosophischen, literarischen und historischen Konzepte den Gärten zugrunde lagen und welche Rolle die Gärten im Leben ihrer Erbauer, Besitzer oder Zerstörer spielten, dargestellt in einer kleinen Auswahl von  Texten und aktuellen Aufnahmen. Lassen Sie sich von einem Ausflug in die chinesische Literatur und Gartenwelt überraschen. Und sehen Sie, wie der Mannheimer Garten sich in diese feine Tradition einreiht.
Schon während des Studiums der Sinologie und Kunstgeschichte hatte Sabine Hesemann ihren Schwerpunkt auf die chinesische Kunst und Gartenkunst gelegt. Durch ihre Tätigkeit für ein renommiertes deutsches Auktionshaus ist Hesemann eine ausgesprochenen Kennerin für Kunst Ostasiens geworden. 
Auf Initiative des Freundeskreises „Chinesischer Garten mit Teehaus e.V.“
 

Tsingtau  –  Auf deutschen Spuren in China
Ein Film von Dietmar Schulz
26. September, 19 Uhr
Sie sollte eine deutsche „Musterkolonie“ im Fernen Osten sein: Die Stadt Tsingtau im Nordosten Chinas. „Hunderttausende von deutschen Kaufleuten werden aufjauchzen in dem Bewusstsein, dass endlich das Deutsche Reich festen Fuß in Asien gefunden hat“, jubelte Kaiser Wilhelm II nach der Eroberung Tsingtaus. Innerhalb weniger Jahre wurde aus dem armseligen Fischerdorf eine Kleinstadt, geprägt von deutscher Architektur. Filmautor Dietmar Schulz schildert den Aufbau von Tsingtau (heutige Schreibweise: Qingdao) und die Eroberung der Stadt durch japanische Truppen im November 1914. Außerdem geht es um den „Boxer“-Aufstand im Jahre 1900. 
In der TV-Dokumentation, eine ZDF-Produktion, sind erstmals Fotos von den Anfängen der deutschen Kolonie Tsingtau zu sehen. Die jahrzehntelang verschollenen Bilder stammen von einem deutschen Hobby-Fotografen, der um 1904 in der Stadt lebte. Außerdem enthält die Dokumentation Ausschnitte aus einem bisher unveröffentlichten Amateurfilm über den Alltag der Ausländer in Tsingtau.
Heute ist Qingdao eine der Boom-Städte an Chinas Ostküste. Auch deutsche Firmen haben wieder ihre Büros in der Stadt. Damals wie heute locken sie die großen Chancen auf dem chinesischen Markt.
Seit einem Freundschaftsvertrag aus dem Jahre 1995 ist Qingdao mit Mannheim besonders verbunden. Zudem ist die Millionenstadt seit 2004 offizielle Partnerstadt der Metropolregion Rhein-Neckar.
 
 
Helga Grimme – Erzählungen aus dem Land des Lächelns
3. Oktober, 19 Uhr
Helga Grimme, die prominente Mannheimer Schauspielerin der ‚Bosse-Ära‘, die eine enge Beziehung zu China, chinesischer Kunst und Kultur hat, setzt sich nicht nur auf faszinierende Weise fotografisch mit dem Chinesischen Garten in Mannheim auseinander. Sie hat sich auch als Rezitatorin chinesischer Literatur bereits einen Namen in dieser Region gemacht. Der Freundeskreis des Chinesischen Gartens präsentiert Helga Grimme diesmal im Rahmen einer Lesung. Sie hat aus zeitgenössischer chinesischer Literatur eine Auswahl getroffen, die uns einen tiefen Einblick nicht nur in chinesische Literaturästhetik, sondern auch in chinesische Lebenswelten unserer Gegenwart erlauben.
Auf Initiative des Freundeskreises „Chinesischer Garten mit Teehaus e.V.“
 
 

Teilnahmegebühr für Vorträge: 6.- Euro zzgl. Parkeintritt inkl. einer Tasse chinesischen Tees

 

 

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