Die Tropen und Subtropen

Jetzt wird’s heiß!

Imposant im tropischen Bereich sind mehrere Exemplare des Ficus benjamini mit ihren im Durchmesser über 30 Zentimeter starken Stämmen: kräftige Pflanzen, die die Szenerie der Pflanzenhalle bis zum Dach beherrschen. Ein beeindruckendes Bild bietet auch die Eselsfeige (Ficus sycomorus) aus Afrika mit ihren bizarren Luftwurzeln. Auch der mit starken, kegelförmigen Stacheln besetzte Stamm des Kapokbaumes (Ceiba pentandra) imponiert. Aus den Früchten dieser Pflanze wird die weltweit bekannte Kapokfaser gewonnen, die sich besonders gut als Isolier- und Stopfmaterial, zum Beispiel für Matratzen, eignet.
Vorbei zieht es den Besucher am Baum der Reisenden, einem Strelitziengewächs aus Madagaskar. Den englischen Namen 'Traveller's Tree' verdankt Ravenala madagascariensis der Tatsache, dass sich in dem kahnförmigen Blattgrund der dicht stehenden Blätter Flüssigkeit sammelt, die man notfalls anzapfen kann. Der Gigant unter den Bambusarten ist Dendrocalamus giganteus, bei uns zu Recht Riesenbambus genannt. Seine Halme erreichen innerhalb einer Vegetationsperiode die endgültige Länge von 25 bis 30 Metern, was an günstigen Tagen einen Zuwachs von etwa einem halben Meter bedeutet!
In der Kleinen Pflanzenhalle, die sich direkt an die große Halle anschließt, ist die Temperatur um zwei Grad höher als in der großen Pflanzenhalle und beträgt durchschnittlich 24° Celsius. Die Attraktionen hier sind Orchideen, Bananenstauden, Kakao und andere subtropische Pflanzen, häufig mit Epiphyten (Aufsitzerpflanzen) geschmückt. Das sind keine Schmarotzer, sondern Pflanzen, die an anderen nur einen Halt suchen, ihre Nahrung aber aus der Luft und den Niederschlägen beziehen. Das Louisianamoos hängt im Amazonasgebiet an Zweigen und an Telegrafenmasten und kommt so häufig vor, dass es den Einheimischen anstelle von Holzwolle als Verpackungsmaterial dient.
Besonderer Blickfang in dieser Halle sind natürlich die farbenprächtigen Orchideen, von denen rund 24000 Arten bekannt sind. Orchideen bilden nicht nur die artenreichste Familie der Blütenpflanzen, sie zeichnen sich auch durch die Vielgestaltigkeit ihrer Blüten im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen aus.

Öffnungszeiten:
März bis Oktober täglich 10 bis 20 Uhr
November bis Februar täglich 10.30 bis 18.30 Uhr