Betriebshof des Luisenparks wird neu errichtet

Künftig zwei Gebäudekomplexe – Fertigstellung im Sommer 2023

Mit der Neuen Parkmitte wird der Besucherbereich im Luisenpark zwischen Pflanzenschauhaus und Kutzerweiher umfassend modernisiert und neu gestaltet. Da sich in diesem Bereich bisher auch ein Teil der Büros und Funktionsgebäude der im gärtnerischen, technischen und zoologischen Bereich tätigen Mitarbeitenden befand, sind diese an anderer Stelle neu zu schaffen. Das Team Zoologie hat bereits im vergangenen Oktober ein neues Wirtschaftsgebäude mit modernem Quarantänebau am Rande des Parks bezogen. Nun werden auch für das Gärtner- und Technik-Team und Teile des Bereiches Service neue Arbeitsräume geschaffen: Dafür steht ein altes Betriebshofgelände direkt gegenüber des neuen Wirtschaftsgebäudes Zoologie zur Verfügung.

Das alte Betriebshofgelände, das sich mit einer etwa 7.800 Quadratmeter großen Fläche am Rande des Luisenparks, westlich des Josef-Bußjäger-Wegs befindet, wird nun komplett freigeräumt, um Platz für den Betriebshofneubau zu schaffen. Auf dem Areal werden dann zukünftig mehrere Funktionen und Bereiche angesiedelt sein: Handwerk und Technik (etwa 12 Mitarbeiter), Gärtner-Team (rund 50 Mitarbeiter) sowie Service und Zentrale Dienste (beides etwa 6 Mitarbeiter). Nach Rückbau des ehemaligen Betriebshofes geht es anschließend mit den Erdarbeiten sowie den Tiefbaumaßnahmen für die dort benötigten Versorgungsanbindungen weiter.

„Künftig wird das rein intern genutzte Gelände zwei Gebäudekomplexe und dazugehörige überdachte Stellplätze für Fahrzeuge, Fahrräder und Maschinen umfassen“, erläutert Sara Stefini, Architektin in der Bauabteilung der Stadtpark-Gesellschaft, die den Bau koordiniert. Sie hat bereits die Entstehung des Zoologie-Wirtschaftsgebäudes nach den Entwürfen von Philipp Goldschmidt, Leiter der Bauabteilung der Stadtpark-Gesellschaft, der zugleich das Projekt Neue Parkmitte steuert, betreut. Ausführendes Unternehmen war die OBG Hochbau, die auch jetzt wieder die Umsetzung übernimmt.

Für jeden Bedarf gesorgt

Das Verwaltungsgebäude ist zweigeschossig angelegt. Im unteren Stockwerk sitzen künftig der Bereich Service und der Empfang. Darüber hinaus gibt es dort Umkleideräume, sanitäre Anlagen, eine Kantine und Werkstätten für Elektriker, Schlosser, Schreiner und Maler. Im oberen Geschoss sind die Bereichsleiter und deren Mitarbeiter sowie der Betriebsrat untergebracht. Dort sind dann auch Besprechungsräume und eine Teeküche zu finden. Der zweite Komplex ist die Gärtnerhalle. Hier werden Maschinen geparkt, es gibt Lagerräume für Pflanzenschutzmittel und Ähnliches sowie eine Werkstatt für die Instandhaltung und Reparatur der Maschinen. Zudem entstehen dort sogenannte Gärtnerboxen, worunter eigene Arbeitsplätze mit individueller Lagerfläche für die vier gärtnerischen Reviere zu verstehen sind.
„Der neue Betriebshof wird im Vergleich zum vorigen kompakter sein, da die Bereiche Service, Gärtner und Handwerker in einem Gebäude untergebracht werden. Sowohl Gärtner als auch Handwerker haben künftig mehr Platz zur Verfügung und die Arbeitsbedingungen werden erheblich erleichtert. Alles wurde natürlich in enger Abstimmung mit den Nutzern geplant“, ergänzt Stefini.

Umzug in Interimsgebäude

Bis der neue Betriebshof fertig ist, was nach derzeitigem Stand im Sommer 2023 sein wird, sind die Mitarbeiter aus diesem Areal in einem Interimsgebäude gezogen. Dieses war bereits 2020 unter Federführung von Andrea Vogt entstanden, die seitdem ebenfalls als Architektin die Bauabteilung des Parks verstärkt. Für die anstehenden Bauprojekte funktionierte sie damals eine ehemalige Tennishalle östlich der Freizeitwiese im Josef-Bußjäger-Weg zu einem vorübergehenden Backstagebereich um. Dort zogen auch die Mitarbeitenden ein, die zuvor im ehemaligen Wirtschaftshof hinter dem Pflanzenschauhaus ihren Standort hatten. Zuletzt beherbergte das Gebäude unter anderem auch das Team Zoologie bis zur Fertigstellung von deren Neubau im vergangenen Oktober. Als die Zoologie auszog, wurden die freiwerdenden Räume nochmals speziell für die Nutzung durch Gärtner- und Technikteams modifiziert.