Frackträger auf Geschäftsreise an die Frankfurter Börse

Frackträger auf Geschäftsreise an die Frankfurter BörseDie Umsetzung der Neuen Parkmitte ab Herbst 2020 rückt näher! Für die Humboldt-Pinguine bedeutet das zunächst einmal ein spannendes Abenteuer: Sie haben ein tolles Übergangsdomizil im Frankfurter Zoo gefunden! Dort werden sie sich, während ihr neues, viel größeres Gehege im Luisenpark entsteht, wohlfühlen. Bevor Mitte August die Koffer gepackt werden, dürfen sich die Parkbesucher von den kleinen Frackträgern verabschieden und der bislang abgesperrte Volierenbereich wird ab heute und bis zum Reisebeginn am 19. August geöffnet. Wem die Pinguine besonders am Herzen liegen, der hat bald die Möglichkeit mit einer Spende ihre Reisekasse aufzubessern!

Die Umsetzung der Neuen Parkmitte im Luisenpark startet im Oktober. Dafür wird der Bereich zwischen Gondoletta-Anleger und Pflanzenschauhaus, unter anderem mit Betriebshof, Großvoliere und Pinguingehege, sukzessive freigeräumt. In einem ersten Schritt steht nun der Umzug der Pinguine an. „Der Zoo in Frankfurt hat im Mai 2019 eine neue Anlage für Humboldt-Pinguine eröffnet, die noch Aufnahmekapazität hat – ein glücklicher Zufall für uns, denn wir hatten ein paar Wunschkriterien für das Übergangszuhause unserer Lieblinge: klimatisch vergleichbar, Zusammenbleiben der kompletten Gruppe, räumliche Nähe und natürlich insgesamt eine gute Unterbringung. Das alles hat in Frankfurt gut gepasst“, erzählt Christine Krämer, Leiterin der Zoologie bei der Stadtpark Mannheim gGmbH. „Neben der Zustimmung der Zooleitung bedurfte es auch der des EEP-Koordinators, denn wir sind ja mit den Pinguinen Mitglied des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes (EEP)“.
Mitte Juli fanden noch einmal letzte veterinärärztliche Untersuchungen statt und dann gab es grünes Licht für die Reise in die Mainmetropole! „Den Transport werden wir früh morgens organisieren, wenn es noch nicht so heiß ist. Dazu haben wir spezielle Transportboxen mit unseren hausinternen Schreinern angefertigt“ berichtet Christine Krämer. „In Frankfurt angekommen geht es dann erst einmal in Quarantäne, bevor die Pinguine ihre Frankfurter Kollegen kennenlernen dürfen.“

Öffnung des Bereiches beim Pinguingehege
Ab heute wird der Bereich zum Pinguingehege, der pandemiebedingt abgesperrt war, nun vorübergehend geöffnet, um den Besuchern die Möglichkeit zu geben, sich von den kleinen Frackträger zu verabschieden, bevor sie am 19.8.2020 vorübergehend nach Hessen ziehen. „Wir wissen, dass die Pinguine zu den besonders beliebten Tieren bei den Besuchern gehören und haben uns daher Gedanken gemacht, wie wir trotz der momentan erforderlichen Maßnahmen den Besuch noch einmal ermöglichen können“, erklärt Joachim Költzsch, Geschäftsführer der Stadtpark Mannheim gGmbH.
Wem die Tiere besonders am Herzen liegen, der hat zukünftig die Möglichkeit, sich in einer Spendenaktion unter dem Motto „Expeditions-Begleiter“ zu engagieren. Hier können Freunde der Pinguine deren Reisekasse aufbessern und gleichzeitig die Entstehung des neuen Geheges fördern. Nähere Informationen in Kürze unter www.luisenpark.de.

Mehr Platz an Land und im Wasser
Auf das neue Gehege können sich die aus Südamerika stammenden Publikumslieblinge allemal freuen. „Allein die Wasserfläche im neuen Gehege ist nach derzeitiger Planung 3-fach so groß vorgesehen wie die bisherige. Die neue Anlage wird ein Wasserbecken mit unterschiedlichen Tiefenniveaus und Einsichten für Besucher auf Wasserebene haben. An der tiefsten Stelle ist eine Panoramascheibe eingeplant. Dort wird das Becken voraussichtlich drei Meter Tiefe messen“, erklärt Philipp Goldschmidt, Projektleiter für die Neue Parkmitte bei der Stadtpark Mannheim gGmbH. Niedrigere Bereiche erlauben den Pinguinen ein naturnahes Anlanden. Phasengeschaltete Strömungspumpen werden den Tieren Abwechslung bieten und die Aufenthaltsdauer im Wasser erhöhen. Eine moderne Wassertechnik minimiert künftig den Verbrauch von Frischwasser. Der Landteil (2/3) wird ebenso deutlich vergrößert, um ein Abtrocknen der Pinguine vor dem Betreten der Bruthöhlen zu ermöglichen. Und die Besucher erhalten mit dem neuen Gehege allgemein bessere Einblicke in das Verhaltensrepertoire. Geschickt untergebracht sind Tierpflegerräume und Technik: „Diese Bereiche können wir dank der landschaftlichen Gegebenheiten im Bereich der jetzigen Weinstube mit einem leichten Gefälle im Hügel selbst unterbringen, wodurch der Besucher keine Barriere wahrnimmt. Der Blick ist frei und wird nicht durch einen Versorgungsriegel gestört“, hebt Philipp Goldschmidt die planerischen Finessen hervor.