Umsetzung der Neuen Parkmitte beschlossen

Der Aufsichtsrat der Stadtpark Mannheim gGmbH hat nun die konkrete Umsetzung für den ersten Realisierungsabschnitt der Neuen Parkmitte im Luisenpark auf Basis der Vorentwurfsplanung beschlossen. „Wir sind nun einen entscheidenden Schritt weiter. Aus den architektonischen Entwürfen ist eine konkrete Planung geworden, die jetzt konsequent in der Umsetzung vorangetrieben wird. Der Baubeginn ist im Oktober dieses Jahres vorgesehen“, betont Felicitas Kubala, Bürgermeisterin und Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtpark Mannheim gGmbH. Im Bereich zwischen Pflanzenschauhaus und Gondoletta-Anleger werden in einem ersten Realisierungsschritt bis zur Bundesgartenschau 2023 die Unterwasserwelt, der Neubau für das gastronomische Angebot, eine begehbare Freiflugvoliere – die mit 1.300 Quadratmetern dreimal so groß wird wie die jetzige Großvoliere – das neue Pinguingehege sowie das Südamerikahaus umgesetzt.

„Die Entwürfe wurden in dieser Planungsphase hinsichtlich Kosten und Machbarkeit bewertet. Mehrere Einflussfaktoren, wie etwa unser Baumbestand, wurden noch einmal näher beleuchtet. Zum Schutz unserer sehr alten Bäume wird nun etwa das Pinguingehege entgegen der ursprünglichen Planung weiter nördlich seinen neuen Platz finden. Besucher können die Pinguine an diesem Standort auch vom Gondoletta-Boot aus sehen“, erklärt Joachim Költzsch, Geschäftsführer der Stadtpark Mannheim gGmbH, die Änderungen.

Im nächsten Schritt erfolgt die Feinplanung für alle Anlagenteile, aber auch für Wege und Grünflächen sowie für die Umwandlung des Schmetterlingshauses in das geplante Südamerikahaus. Hier können Affen, Kaimane und Leguane künftig zusammen mit den Schmetterlingen unter einem Dach erlebt werden. Angedacht ist außerdem ein Rundweg sowie ein Versorgungsgebäude für die Tierpflege.

Baubeginn im Oktober

Am Baubeginn im Oktober wird weiterhin festgehalten. Dann wird zunächst der Bereich zwischen Pflanzenschauhaus und Gondoletta-Anleger freigeräumt. Die Tiere aus diesem Areal werden vorübergehend oder dauerhaft umgesiedelt: an andere Stellen im Park oder in andere zoologische Einrichtungen. „Jedes neue Zuhause wurde sehr sorgfältig von unseren Zoologen und Tierpflegern ausgewählt. Die Pinguine beispielsweise werden voraussichtlich im August in den Frankfurter Zoo umziehen und kehren nach Abschluss der Umgestaltung in ihr neues und größeres Domizil bei uns zurück“, erläutert Joachim Költzsch die nächsten Schritte.

Weiter im Blick bleiben auch die Planungen für den Neubau von Freizeithaus und Grüner Schule, die dann als 2. Realisierungsabschnitt nach der Bundesgartenschau 2023 umgesetzt werden sollen. Davon unabhängig wurde damit begonnen, das bestehende Freizeithaus zu renovieren, damit es zur Bundesgartenschau 2023 mit zeitgemäßem Erscheinungsbild optimal nutzbar ist. Die Neugestaltung der Außenanlage wird derzeit in Angriff genommen.

Über die Neue Parkmitte & BUGA 23

Rund um den südlichen Teil des Kutzerweihers soll in verschiedenen Abschnitten die Neue Parkmitte des Luisenparks entstehen. Alle Neubauten sind so geplant, dass sie sich sanft in die bestehende Landschaft und Pflanzenwelt des Parks einbetten, dessen ganzjährige Nutzbarkeit weiterentwickeln und dem Luisenpark im Zentrum ein neues, zeitgemäßes Gesicht geben – zur Bundesgartenschau 2023 und darüber hinaus. „Mit der Umsetzung dieses ersten großen Bauabschnitts wird ein neuer attraktiver Anziehungspunkt zur Bundesgartenschau entstehen. Der Luisenpark wird sich als zweiter Veranstaltungsort der Bundesgartenschau innovativ und zukunftsorientiert präsentieren“, freut sich Michael Schnellbach, Geschäftsführer der BUGA 23.

Die Bundesgartenschau in Mannheim wird von April bis Oktober 2023 auf dem ehemaligen Spinelli-Militärgelände in Mannheims Nordosten und im Luisenpark stattfinden, der bereits 1975 Teil der damaligen Bundesgartenschau war. Per Seilbahn wird der beliebte Mannheimer Stadtpark über den Neckar hinweg mit dem über 60 Hektar großen, neu entstehenden Landschaftspark im Nordosten der Stadt verbunden sein. Die BUGA 23 wird sowohl Gartenschau als auch Experimentierfeld zum Thema Nachhaltigkeit sein. Sie ist Teil des Grünzugs Nordost, der 230 Hektar Grünflächen miteinander verbindet. Ein neues Naherholungsgebiet entsteht, das vom Käfertaler Wald über die Vogelstang-Seen, das Bundesgartenschau-Gelände „Spinelli“ und die Feudenheimer Au bis zum Luisenpark reicht. „Darüber hinaus wollen wir 2023 den über 2,1 Millionen erwarteten BesucherInnen  auch Lösungen geben auf drängende Probleme in den Bereichen Klima, Umwelt, Energie und Nahrungssicherung“, erklärt Michael Schnellbach die ambitionierten Ziele der BUGA 23, die darauf zielt, die erste klimaneutrale Bundesgartenschau in Deutschland zu werden.