Was soll entstehen?

Bewegte Dächer als Teil der Landschaft – so lautet das von Bez + Kock Architekten entwickelte Leitbild für die Neugestaltung der Parkmitte im Luisenpark. Die Gebäude der Neuen Parkmitte sind oberirdisch eingeschossig geplant, die Dachkanten liegen unterhalb der mächtigen Baumkronen. Durch die großflächigen Verglasungen gehen Innen- und Außenräume fließend ineinander über und erzeugen ein Gefühl der Durchlässigkeit. Genau genommen sehen die Entwürfe keine Häuser im klassischen Sinn vor, sondern nur ein schlankes begrüntes Dach, unter dessen Silhouette sich mehrere amöbenförmige Pavillons gruppieren.

Im Spätjahr 2018 wurde der Planungswettbewerb erfolgreich abgeschlossen, nun laufen die Planungen für die Neue Parkmitte auf Hochtouren. Sobald die Machbarkeit der Entwürfe sicher ist, sollen rund um den Kutzerweiher ab 2020 diverse ganzjährige Angebote für kleine und große Besucher entstehen, die unserem Parkzentrum ein neues, zeitgemäßes Gesicht geben – zur Bundesgartenschau 2023 und darüber hinaus.

Überblick: Wo könnte was wachsen?

Neuer Erlebnisraum, Volieren und Pinguinanlage

Neuer Erlebnisraum

Der bisherige Betriebshof nahe der großen Voliere soll weichen, um den Gästen ausgehend von den bestehenden Pflanzenschauhäusern über zwei gestaffelte Ebenen hinweg bis hin zum Seeufer einen vollkommen neuen Erlebnisraum zu schaffen: Unter den Wipfeln bestehender Bäume fließen und winden sich die überdachten Wege um die großen Volieren. Weit überdachte Terrassen mit Blick über den tiefer liegenden See könnten hier eine reizvolle Atmosphäre für die Gastronomie entstehen lassen.

Volieren

Die Volieren sind als filigrane Seilnetzkonstruktionen in zwei großformatige Öffnungen in der Dachfläche eingelassen. Man könnte sowohl den Weg durch die Volieren wählen als auch die Tiere von außen betrachten.

Pinguinanlage

Das neue, deutlich gewachsene Pinguingehege zeigt sich den Besucherinnen und Besuchern vom Uferweg aus vor dem reizvollen Hintergrund der Stützmauer aus Naturstein.

Indoorspielplatz

Eine offene, topografisch geformte Spiellandschaft unter einem Glasdach: Der bestehende Indoorspielplatz könnte nach Süden hin verlängert werden. Der südliche Teil des Hauses wäre dabei Angeboten für ältere Kinder vorbehalten.

Grüne Schule

Die Grüne Schule erhebt sich am Fuße des Bienenhügels in unmittelbarer Nähe zum Freizeithaus. Ihre Seminar- und Tagungsräume öffnen sich über eine Sitztreppenlandschaft zum See hin. In direkter Nachbarschaft sollen natürlich gestaltete Uferzonen entstehen, die direkt für Outdoor-Aktivitäten der Grünen Schule genutzt werden können.

Freizeithaus

Luftig und hell wie eine Orangerie: Der große Mehrgenerationenraum im Freizeithaus soll u. a. von einem Platanenhain aus zugänglich sein und sich im Sommerhalbjahr ins Freie ausbreiten. Familienfreundliche Gastronomie erwartet die Gäste im eigenen Pavillon unter dem Dach des Freizeithauses direkt an der Freizeitwiese.

Weiterer Clou: Die neue Grillstelle unter einer kreisrunden Öffnung im Dach. Während der Neugestaltung des Freizeithauses würden alle Aktivitäten in einem provisorischen Freizeithaus stattfinden.

Bestehende Pflanzenschauhäuser und Weinstube

Die bestehenden Pflanzenschauhäuser könnten behutsam umgestaltet werden: Die neue Weinstube würde sich so zum wunderschönen Seerosenbecken auf der Westseite des Hauses orientieren. Ein Ort beschaulicher Ruhe.

Aquarium

Vom Seeufer beim Gondoletta-Steg aus könnte eine geheimnisvolle Grotte entstehen, in der erleuchtete Aquarien in den Wänden eine wunderbare Unterwasserwelt im Rundgang offenbaren: Die neue Aquarienwelt könnte zum Teil auch durch Deckenöffnungen aus dem darüberliegenden Restaurant erlebbar werden.