Der Citrusgarten

Fast wie in Italien!

Der Citrusgarten des Luisenparks ist mittlerweile als „Toskana Mannheims“ bekannt: Insgesamt sind über 150 Pflanzen aus südlichen Gefilden zu bewundern. Darunter befinden sich bekannte wie unbekannte „Früchtchen“: Limetten, Mandarinen und Clementinen kennt man vielleicht noch vom Obsthändler. Bei Bergamotte, den Pomeranzen, Satsumas, Calamondin oder den Citrangen wird’s allerdings schon schwierig! Also nichts wie hin in den Citrusgarten, in dem es sich übrigens wunderbar entspannen lässt: Ein romantischer Eisenpavillon, hier und da ein Holz-Bänkchen, Postamente sowie die mächtige Natursteinmauer aus gelbem Lava-Tuffstein versprühen eine derart mediterrane Atmosphäre, dass der ein oder andere sich schon im Sommerurlaub gewähnt hat!

Mit „freundlicher Unterstützung“ von Christoph Kolumbus

Der Ursprung der Citruspflanzen liegt in Asien. Schon lange vor den Griechen und Römern, vermutlich vor über 4000 Jahren, befassten sich die alten Chinesen mit diesen Pflanzen. Es gab hier sogar zur Hochblüte der Han-Dynastie, um circa 200 vor Christus, ein „Orangenministerium"! Den ersten Kontakt mit „Citrus“ machte die westliche Welt durch die Asien-Feldzüge Alexanders des Großen (334 – 324 v. Chr.). Ihren Einzug in Europa erreichten Zitrone und Co. jedoch erst im 12. Jahrhundert durch die Kreuzfahrer. Die weltweite Verbreitung fanden sie schließlich durch die Entdeckungsreisen von Christoph Kolumbus, der Citrussamen in die neue Welt mitnahm.
Zu den berühmtesten Zeugen einer historischen Citruspflanzenkultur zählt die Orangerie von Versailles, die König Ludwig XIV für seine Lieblingspflanzen bauen ließ. An die Gartenstile der Renaissance und des Barock ist auch der Citrusgarten des Luisenparks mit seinen circa 500 Quadratmetern angelegt. Um einen in der Mitte stehenden schmiedeeisernen Pavillon liegen vier streng geometrische angeordnete Felder.

Im Citrusgarten sind unter anderem zu sehen:

Zitronen – Citrus limon:
Als Mittel gegen Skorbut dient der Saft von Zitronen den Seefahrern vergangener Zeiten.

Zitronen – Citrus limon f. variegata:
Diese Zitrone ist eine attraktive  Kübelpflanze mit ihren gelb-, weiß- und grünpanaschierten Blättern und gestreiften Früchten. Außerdem blühen Zitronen, im Gegensatz zu anderen Citrusarten, mehrere Male im Jahr, so dass Früchte in verschiedenen Reifestadien an der Pflanze hängen.

Orange/Apfelsine – Citrus sinensis:
Inzwischen gibt es über 400 Sorten und mehrere Typen wie: Rund-, Naval-, Blut- und säurefreie Orangen.

Grapefruit – Citrus x paradisi:
Die Grapefruit ist erheblich größer als die Apfelsine, jedoch kleiner als „echte" Pomelos. Entstanden ist die Grapefruit um 1700 auf Barbados (Westindien) aus einer Kreuzung zwischen diesen beiden Citrusarten. Es gibt Sorten mit hell- und rotfleischigem Fruchtfleisch, die roten schmecken meist milder und süßer als die hellfleischigen.

Pampelmuse/Pomelo – Citrus maxima:
Pampelmusen oder Pomelos besitzen die größten Früchte aller Citruspflanzen. Bei der Unterscheidung zwischen der eng miteinander verwandten Pampelmuse und Grapefruit wird klar wie problematisch die Bestimmung von Citrus ist. In Südeuropa wird der Name Pomelo für die Grapefruit verwendet.

Weiterhin finden sich Mandarinen, Clementinen, Tangelos, Oval-Kumquat, Citrangen, Bitterorangen u.v.m.

Der Citrusgarten konnte Dank der Unterstützung des Förderkreises  Freunde des Luisenparks e.V. 2001 gebaut werden.