Einmal durchwechseln bitte!

Blütenexplosion im Frühjahr und warme Töne im Sommer

Was sich hinter dem Haupteingang des Luisenparks auftut, zählt im Frühjahr zu den floralen Höhepunkten der Region. Ellen Oswald, gärtnerische Leiterin des Luisenparks, und ihr Team zaubern jedes Jahr tausende von Tulpen, Stiefmütterchen, Hyazinthen und Vergissmeinnicht in die insgesamt 13 „Wechselflorbeete“. Der Name der blühenden Beete kommt nicht von ungefähr: Gerade erst haben die Luisenpark-Gärtner alles wieder "einmal durchgewechselt": Die Tulpenzwiebeln, Stiefmütterchen, Hornveilchen und alle Frühlingsblüher wurden ausgegraben, der Boden aufbereitet und modelliert und dann wurden tausende neue Sommerblüher in die Beete am Haupteingang gepflanzt. In die Strahlenbeete am Fahnenhügel werden dieser Tage noch 16 000 kleine Begonien gepflanzt, wow! „Noch ist alles klein, aber wir erwarten auch in diesem Jahr wieder ein Feuerwerk von Blüten und Farben“, sagt Ellen Oswald. Das besondere beim Florwechsel 2019: In den vergangenen Jahren wurden unsere Gärtner durch eine Fremdfirma verstärkt, um diese Riesenaufgabe besser bewältigen zu können. Diesmal haben es die Gärtner selbst geschultert: In einer konzertierten Aktion aller Grünreviere wurden 30 000 Tulpenzwiebeln entfernt. Zeitplan eingehalten? Es hat geklappt: Mit vereinten Kräften – in nur fünf Arbeitstagen!

Wir sagen danke an unsere Gärtner und Bravo für diese Leistung!

Vor dem Spiel ist nach dem Spiel

Und im Oktober heißt es dann für Sommerflor wieder "Adieu": die Sommerbepflanzung muss weichen und viele tausend Tulpenzwiebel werden wieder neu eingesetzt. Was nach einer Menge Aufwand klingt, ist auch in der Planung sorgfältig vorzubereiten. Die Damen und Herren der Stadtgärtnerei ziehen die Pflanzen im benachbarten Gewächshaus groß. Und welche Blume kommt wo hin? Die logistische Vorarbeit leistet Ellen Oswald, die jedes Jahr einen neuen „Masterplan“ für ihre ästhetischen Beet-Entwürfe erarbeitet. Oswald ist dabei so trendig wie experimentierfreudig. Auch eine exotische Staude wird hie und da dazwischengesetzt und setzt optisch neue Akzente. Geplant werden muss auch die Wuchsentwicklung: Was im Mai noch klein zu wachsen beginnt, soll spätestens im Juli schön entwickelt sein.

Der Hochsommer im letzten Jahr lieferte ein überbordendes florales Bild mit einer tropisch anmutenden Vegetation in starken Sommerfarben orange, dunkelrot und leuchtendem sonnengelb, dazwischen ragten tropische Bananenstauden empor und über allem thronten erhabene Palmen, die einen endgültig in den Süden entführten!