Blumenbeete am Haupteingang

Bunt blühend meets nachhaltig

Das Areal am Haupteingang war ursprünglich von 13 Wechselflorbeeten geprägt. Wechselflor bedeutet, dass jedes Jahr auf's neue in oft nur einer Woche im Herbst 30 000 Tulpenzwiebeln gesetzt, und im Frühling zusätzlich Stiefmütterchen, Hyazinthen und Vergissmeinnicht gepflanztwurden, um nach der Blüte zum Sommer hin wieder ausgegraben zu werden. Dann kam der Sommerflor, der dann im Oktober wieder den vielen 1000 Tulpenzwiebeln weichen musste. Das dies nicht besonders nachhaltig war, liegt auf der Hand. Heute nutzen wir im Luisenpark eher die Kraft der Natur und die Wechselflorbeete aus den 1970er Jahren haben ökologischeren Gartenideen das Feld überlassen: Mehrjährige Stauden haben einjährige Blumen ersetzt. Wo früher ein zugegeben schönes Meer aus Tulpen den Frühling begrüßte, wird heutenachhaltiger gegärtnert: Größtenteils mehrjährige Stauden und wildromantische Beete aus Gräsern mit farbstarken Akzenten einzelner einjähriger Blumen prägen nun das Bild. Viel natürlicher wirkt diese Art der Gartengestaltung, und sie ist es auch, denn die Staude ist ein Wunder der Natur: Zum Winters hin zeiht sie sich komplett in den Boden zurück, um im Frühjahr wie durch einen Zauber wieder aus der Erde zu erscheinen!

Hier gibt es Bilder zu den Staudenbeeten...

„Also, was die Pflanzen angeht, könnte bei uns schon in diesem Jahr BUGA sein“, kommentiert Ellen Oswald, gärtnerische Leiterin des Luisenparks, die neuen, natürlich anmutenden Staudenbeete am Haupteingang. In der Tat: Sie erwecken bei den Besuchern sofort Sommergefühle, wie sie sich so im Wind wiegen und ihre Köpfe nach der Sonne recken. „Die Staudenbeete haben sich toll entwickelt. Ein letztes Beet in diesem Areal haben wir nach alter Tradition belassen, es wird alljährlich gewechselt von Frühlings- zu Sommerblühenden Blumen“, so Oswald. Entstanden ist damit ein sehr moderner Beetentwurf, der nachhaltige Stauden mit einjährigen und mehrjährigen Pflanzen kombiniert: Hohe Gräsern umrahmen dabei ausdrucksvolle Dahlien und Zinnien, und hie und da haben die Gärtner nach neuesten Trends auch mal eine Nutzpflanze wie etwa den Rosmarin eingestreut, der dem Ensemble eine ungewöhnliche und sommerlich-duftende Note verleiht.