Tierarten

Roter Piranha

Blutrünstige Monster?

Wer kennt sie nicht, die Geschichten vom blutrünstigen und aggressiven Piranha? Fantasie und Übertreibung? Ausgerüstet mit messerscharfen, spitzen Zähnen und einem hervorragenden Geruchsinn kann ein Schwarm dieser Raubfische tatsächlich auch größere Wirbeltiere innerhalb kürzester Zeit bis auf die Knochen abnagen. Zu solchen „Übergriffen“ kommt es allerdings nur in Ausnahmesituationen wie Nahrungsknappheit infolge von Austrocknung eines Gewässers.

Gesundheitspolizei

In ihrem natürlichen Lebensraum übernehmen sie eine wichtige Aufgabe. Sie sind die Gesundheitspolizei, die Aas und tote beziehungsweise kranke Tiere beseitigt. Eine Gefahr für den Menschen stellen sie nicht dar.

Hingebungsvolle Väter

Was man diesen Fischen eher nicht zutraut, ist die intensive Pflege ihres Nachwuchses. Dafür sind hauptsächlich die Männchen verantwortlich. Sie versorgen und beschützen das Nest und den frischgeschlüpften Nachwuchs gewissenhaft.

Steckbrief
Wissenschaftlicher Name
Pygocentrus nattereri
Herkunft
Südamerika, am häufigsten im Amazonas- und Orinokogebiet
Nahrung
Fische, Krebse und größere Wirbeltiere
Größe
30 cm
Gelegegröße
300 - 600 Eier
Alter
15 - 30 (in Aquarien)
Im Luisenpark
Unterwasserwelt