Das Eulengehege

Drehst Du noch oder lebst Du schon?

Der Kopf einer Eule lässt sich um 270 Grad drehen. Mit diesem „feature“ hat Mutter Natur die majestätischen Vögel ausgestattet, um die Unbeweglichkeit ihrer Augen auszugleichen. Nicht schlecht haben die Eulen des Luisenparks ihre Köpfe verdreht, um ihre neue „Hütte“ zu bestaunen: Die Wächter der Nacht haben seit 2014 ein komplett „neues“, großzügigeres zu Hause!

Nachdem es sich in der rechten Hälfte der Anlage bereits Sperbereulen und Brillenkauze häuslich eingerichtet haben, dürfen seit Ende März 2014 auch Schneeeule und Uhu, die größte lebende Eulenart, "leben statt wohnen".  Die neuen ästhetischen Gehege, die vorderseitig mit einem filigranen Edelstahl-Zaun bespannt sind, stehen ganz im Zeichen der artgerechten Tierhaltung. Die Eulen haben nun in einer Anlage mit vier Metern Höhe wesentlich mehr Flugraum, was den Tierbedürfnissen gerecht wird.
Schon mit dem ersten Bauabschnitt der Modernisierung wurde eine artgerechtere, großzügige und optisch ansprechende Gestaltung erreicht, die bei ihren Bewohnern sehr gut ankam. Im Herbst 2013 wurde der erste Gehegsteil fertig gestellt. Spontan hatte sich der Vorstand des Förderkreises „Freunde des Luisenparks“ e.V. entschieden, dem Luisenpark anlässlich seines 30-jährigen Vereinsbestehens im Jahr 2014 Gelder zur Vollendung des Projekts „Neues Eulengehege“ zur Verfügung zu stellen. Mit der Umsetzung des zweiten und letzten Bauabschnitts konnte dann im November 2013 begonnen werden.
Das vollständige Gehege ist schließlich am 29. März 2014 offiziell und im Beisein von Herrn Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz seiner Bestimmung übergeben worden. Der Vorsitzende des Förderkreises „Freunde des Luisenparks“ e.V., Herrn Dr. Klaus Wormer, zeigte sich froh und stolz über das schöne Ergebnis, das von der zoologischen Leiterin des Luisenparks, Christine Krämer, mit ihrem Team aus Tierpflegern und Gärtnern betreut wurde. Insgesamt ist durch die vier Meter hohe Anlage im Luisenpark mehr Flugraum für die Eulen entstanden. Seit letztem Jahr neu im umgebauten Eulentrakt sind ein Chacokauz und eine Sperbereule. Drei bekannte Gesichter sind geblieben: Der „alte“ Herr der Kolonie, der Brillenkauz, der dem Chacokauz seine Verstärkung schenkt und über die neue Damenriege wacht sowie die im linken jetzt fertig gestellten „Flügel“ lebenden Schneeeulen und Uhus.

 
Realisiert werden konnte der erste Abschnitt bei teilweiser Eigenfinanzierung des Luisenparks durch drei großzügige Spenden der Mannheimer Eulenliebhaberin Ursel Benkeser, des Dossenheimer Bürgers Dr. Dieter Mayer sowie dem Förderkreis „Freunde des Luisenparks“ e.V. Die Firma „Die Werkstatt“ aus Heidelberg hat die Konstruktion, deren Trägerbalken aus natürlich anmutenden Robinienstämmen bestehen, gemeinsam mit der zoologischen und der gärtnerisch-technischen Abteilung des Luisenparks in einer konzertierten Aktion geplant. Bei der äußeren Achteckvoliere hat die Firma Metz Holzbau aus Edingen-Neckarhausen die Holzverkleidung zum Kiosk hin realisiert. Der Abriss des alten Zauns sowie die Umgestaltung der Gehegsinnenbereiche mit neuem Boden, Bepflanzung und Farbe wurde in Eigenregie von den Luisenpark-Mitarbeitern geleistet. Auch die rückseitige Verkleidung mit Holzpanelen wurde von den Luisenpark-Handwerkern gestemmt. Sie macht das neue Eulen-Ensemble erst richtig „wohnlich".