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Der Luisenpark: Starker Partner im Artenschutz

NABU ZEICHNET BAUERNHOF ALS SCHWALBENFREUNDLICHES HAUS AUS

Der Bauernhof im Luisenpark hat jetzt vom NABU e.V. die Auszeichnung „Schwalbenfreundliches Haus“ erhalten. Die Urkunde bezeugt, dass der Luisenpark den natürlichen Lebensraum von Schwalben respektiert und schützt. Mit der Urkunde und einer zugehörigen Plakette zeichnet der NABU schwalbenfreundliche Hausbesitzer und ihr Gebäude aus, die die wendigen Flugkünstler dulden und fördern, ganz gleich, ob es sich um ein Wohnhaus, einen Bauernhof, ein Industriegebäude oder eben eine Parkanlage handelt. Parkbiologin Dr. Yvonne Maier erhielt von der Mannheimer Vertreterin des bundesweit agierenden Naturschutzverbands, Christine Schröter, zudem ein Nest zur Aufhängung und weiteren Förderung des Brutgeschehens der Schwalben. „In unseren Anlagen sind wir immer darum bemüht, regional vorkommende Arten in ihrem natürlichen Lebensraum zu schützen“, erklärt Maier das Konzept der Tierhaltung, zu denen in diesem Kontext auch die große Weißstorchkolonie des Luisenparks zu nennen ist. "Der Schwalbenschutz im Luisenpark geht auf einen unserer Mitarbeiter, Jochen Schiele, zurück, der über eine fundierte Expertise beim Thema regional gefährdete Tierarten verfügt und hier sehr engagiert ist", lobt Yvonne Maier.

Warum der NABU ein Schwalbenschutzprogramm ins Leben rief, erläuterte Schröter: „Früher galten Schwalben als Boten des Glücks, die das Haus vor Feuer und Blitz sowie das Vieh im Stall vor Krankheiten bewahrten und waren entsprechend beliebt auf Höfen und in der Umgebung von Wohnhäusern. Als Kulturfolger fühlen sich die Vögel in einer von Menschen geprägten Umgebung grundsätzlich auch wohl. Ideale Voraussetzungen eigentlich für eine harmonische Koexistenz“, so Schröter. „Dennoch gehen die Bestände von Mehl- und Rauchschwalbe seit Jahren zurück. Wesentliche Ursachen dafür sind immer weniger geeignete Lebensräume sowie ein Mangel an geeignetem Material für den Nestbau.“

Immer mehr Menschen also entfernen Schwalbennester, da sie sich an den Resten des Nistmaterials an Fassaden und auf dem Boden stören. Viele Nester werden daher mutwillig zerstört. „Dabei würde ein einfaches, einen halben Meter unterhalb der Nester angebrachtes Brett bereits wirksam Abhilfe schaffen“, so Schröter weiter. „Selbst Pferdeställe, in denen in früheren Zeiten immer Schwalben beheimatet waren, müssen heute picsauber sein – es stört der Schwalbenkot auf dem Boden der Stallgasse.“

Leider bleiben die notwendigen Einflugluken nach Renovierungen von Häusern zunehmend verschlossen oder sind bei Neubauten gar nicht erst vorhanden – insofern muss die Schwalbe als Modernisierungsverlierer gelten. Die Asphaltierung von Feldwegen macht es außerdem immer schwerer, in Pfützen den Lehm für den Nestbau zu finden. Durch die zunehmende Hygiene in den Ställen, die Aufgabe landwirtschaftlicher Betriebe sowie den hohen Pestizideinsatz auf den Feldern geht auch ihre Nahrung – Insekten, Schmetterlinge, Mücken oder Eintagsfliegen – vielerorts zurück.

Nährer Informationen zum Schwalbenschutzprogramm, an dem auch private Hausbesitzer teilnehmen können, unter: www.NABU.de